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Intel Atom, Via Nano oder AMD Neo?

April 16, 2009 Leave a comment

Gegenwärtig wird der Netbookmarkt vom Intel Atom in verschiedenen Varianten beherrscht. Er bietet ausrechende Leistung bei minimalen Stromverbrauch. So sind unter Windows XP Laufzeiten von bis zu 8h und sogar 11 oder 12h möglich. Und das bei einem Mini-System!
Doch welche ist die Netbook-Architektur der Zukunft? In den letzten Monaten kam der Samsung NC20 mit dem Via Nano auf den Markt und in den letzten Tagen konnte der HP dv2 mit dem AMD Neo getestet werden.

Die Kollegen von CNet haben je einen Vertreter in einem Benchmark gegeneinander antreten lassen, und zwar in Form des Asus Eee PC 1000HE (Atom 280 1,66GHz), Samsung NC20 (VIA Nano 1.3GHz) und HP Pavilion dv2 (AMD Neo 1,6GHz).
Ein eindeutiges Bild zeichnet sich nicht ab, der Atom ist bei Multitasking schneller, der Nano beim iTunes Encoding und der Neo bei einem Einzelapplikationstest. Die detailierten Benchmark-Ergebnisse finden sich auf der Seite von CNet.

Beim Stromverbrauch gibt es ein Unentschieden zwischen Atom und Nano. Das Samsung NC20 hat zwar eine kürzere Batterielaufzeit als Asus 1000HE, aber auch ein größeres 12 Zoll Display. Dagegen verliert der AMD Neo im HP dv2 in diesem Kapitel. Seine Laufzeit ist wesentlich kürzer als die des NC20.

Fazit: Mit dem Nano hat Via dem Intel Atom einen ebenbürdigen Gegner entgegengestellt. Für mich reicht die Performance eines Atom aus, nur beim HD-Video-Decoding z.B. auf Youtube vermisse ich eine höhere Performance schmerzlich. Und genau dort setzt der Nano an, er scheint für Multimedia-Aufgaben optimiert zu sein. Der AMD Neo enttäuscht dagegen.

Gespannt warte ich auf das Erscheinen des lang angekündigten Nvidia Ion, er verspricht erhöhte Multimedia-Performance bei geringem Stromverbrauch. Das erste verfügbare System wird das Nettop Acer Hornet sein. Es ist für das 2. Quartal 2009 angekündigt.

Netbook Kaufberatung – Welches Netbook soll ich mir kaufen?

April 2, 2009 Leave a comment

Die Frühjahrssaison bricht an, es wird wärmer und die Sonne scheint. Was gibt es schöneres, als die eigene Computertätigkeit in das Freie, in ein Café zu verlagern? Nur wie?

Soll man wirklich mit dem ausgewachsenen Notebook im Straßencafé anrücken? Nein, es ist zu schwer und passt außerdem kaum in meine Tasche, geschweige denn neben Kaffee und Teller auf den Tisch. Da die meisten Cafés zwar WLAN aber keine Steckdose anbieten, wäre es nur ein kurzes Vergnügen.

Relativ neidisch haben wir ja schon seit längerer Zeit auf die besonders hippen Zeitgenossen mit einem Macbook Air geschaut. Großes 13 Zoll Display, 1,3kg leicht und super dünn. Mit so etwas hat man nicht nur die Funktion, sondern auch die Coolness auf seiner Seite. Allerdings soll ich wirklich 1.650 Euro ausgeben? Ich habe ja bereits ein tolles Notebook zu Hause rumstehen. Nein, das ist mir die Coolness auch nicht wert!

Netbook KaufberatungDas Macbook Air

Nun gibt es ja seit mehr als einem Jahr diese Netbooks. Klein, leicht, portabel und mit vergleichsweise langer Akkulaufzeit ausgestattet, sind sie wie geschaffen als mobiler Begleiter. Auch die Preise halten sich noch in Grenzen. Doch taugen sie wirklich? Kann ich mein geliebtes Ubuntu darauf installieren?

Von einem 7 Zoll Gerät wie dem EeePc 4G kann man wirklich nicht viel erwarten. Andererseits bewegt es sich in Preisregionen wie manche Handies. Mein 4G hat mir zuverlässig Dienste geleistet, beim Notizen schreiben und auch beim Skypen Abends im Hotel. Allerdings war die Installation von Ubuntu durch das kleine SSD-Laufwerk eine Herausforderung, wenn auch machbar. Hilfe bietet beispielsweise www.eeeuser.com. Die Tastatur ist einfach nicht für längeres Schreiben geeignet, die größte Einschränkung bietet das Display. Es ist einfach zu klein, um vernünftig Internetseiten anzeigen zu können.

Definitiv besser sind 9 Zoll Geräte wie das Asus EeePC 901. Sie bieten einen deutlich größeren Bildschirm. Internetseiten können vernünftig dargestellt werden. Allerdings ist die Darstellung ein bisschen klein geraten, die Schrift ist kaum lesbar. Die Tastatur eignet sich weiterhin nicht zum 10 Finger schreiben, dafür kann auf der 160GByte Festplatte die Musiksammlung locker mitgenommen werden. Die Installation von Ubuntu lässt sich relativ einfach meistern, es gibt auf diversen Internetseiten Hilfen. Von der großen Community werden spezielle, optimierte Linux-Varianten angeboten, wie z.B. http://www.eeebuntu.org oder http://www.geteasypeasy.com.

Netbook KaufberatungDer EeePC 1000H

Die meist verbreitete Klasse der 10 Zoll Geräte bietet eine nicht überschaubare Auswahl an Geräten zu einem geringen Aufpreis gegenüber den 9 Zoll Geräten. Im Gegenzug bekommt man ein größeres Display, was zwar keine höhere Auflösung (typisch 1024×600) besitzt, aber immerhin ist die Schrift nicht mehr so klein. Leider ist die Auflösung für einige Dialoge und Programme immer noch ein bisschen zu klein, sie passen einfach nicht in der Vertikalen auf den Bildschirm. Dann ist Fensterschieben angesagt.

Netbook KaufberatungDas Samsung NC10

Achtung, es werden einige Geräte die mit einer Auflösung von 1024×576 angeboten. Nach dem Kauf wird man die fehlenden vertikalen Pixel schmerzlich vermissen!

Die Tastatur für kleine Hände fast schon 10-Finger tauglich. Meist gibt es nur Probleme mit den verkleinerten Shift-Tasten. Im direkten Vergleich sind die 10 Zöller schon größer als die 9 Zoll Geräte, aber immer noch sehr mobil. Insbesondere mit den neueren Versionen von Ubuntu oder Suse gibt es kaum noch Probleme bei der Installation. Hilfe kann man beispielsweise in der Hardewaredatenbank von ubuntuusers.de finden.

Noch ein paar Tipps zum Kauf. Es ist wie immer anzuraten sich vorher genau über das auserkorene Modell zu informieren. Für Ubuntu bietet ubuntuusers.de eine riesige Informationsquelle. Lest einfach in den Foren.

Unbedingt sollte man auf das Kleingedruckte achten. Mit einem Intel Atom-Prozessor ist man auf der sicheren Seite. Aber welcher WLAN-Chip, welcher Sound-Chip wird verbaut? Für Außeneinsätze besonders wichtig, besitzt es ein mattes oder spiegelndes (glossy) Display? Mit einem solchen Spiegel kann man vielleicht auch die Damen oder Herren hinter einem beobachten, aber das Lesen im Freien auf dem Bildschirm wird zur Qual.

Nicht viel falsch machen kann man mit dem Samsung NC10, einem Asus 1000H oder dem Lenovo Ideapad S10. Wobei das NC10 etwas stylischer und kleiner daherkommt. Das 1000H hinterlässt den robusteren Eindruck und auch das Display ist heller. Es eignet sich eher für Sonnentage als das NC10, was dann lieber nach Drinnen verschwindet. Für Ubuntu-Liebhaber gibt es einen Nachteil gegenüber Windows XP, die Akkulaufzeit verkürzt sich um ca. 1h. Allerdings bietet beispielsweise das NC10 4:30h bei voller Display-Helligkeit. Auch nicht gerade wenig. Das Lenovo gibt es werkseitig bereits mit Suse.

In letzter Zeit beginnt die Netbook-Fraktion wieder zu wachsen, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Zuerst stellte Dell ein 12 Zoll Gerät vor, nun folgte Samsung mit dem NC20. Dabei ist laut einigen Tests das Dell Mini 12 sehr langsam. Beim Samsung NC20 wird im Gegensatz zum Atom-betriebenen NC10 die Via Nano-Plattform verbaut, die leider heute noch nicht out-of-the-box von Ubuntu unterstützt wird. Jedoch soll es mit Suse laufen. Der Bildschirm des NC20 wesentlich dunkler als beim NC10 und auch die Batterielaufzeit verkürzt sich merklich. Dafür kostet es kaum mehr als ein NC10 mit Bluetooth. Ist aber vielleicht was für den Windows XP nutzenden Studenten der in der Uni-Bibliothek arbeitet und eine Steckdose zur Verfügung hat.

Ebenfalls größer sind die angekündigten HP dv2 und MSI Modelle 320 und 340. Diese befinden sich auch preislich schon in Notebook-Regionen. Wenn auch vergleichbar große Subnotebooks das mehrfache kosten. Diese bieten sich dann nicht mehr als portables Zweit-Notebook sondern als leichtes Erst-Notebook an.

In nächster Zeit interessant wird sicher das gespannt erwartete Erscheinen der ARM-Netbooks sein. Diese versprechen extreme lange Batterielaufzeit bei gleichzeitig hoher Performance. Ubuntu arbeitet momentan an einer speziellen Variante von Ubuntu.

Welches Netbook werde ich in nächster Zeit kaufen? Momentan bin ich mit meinem NC10 sehr zufrieden. Obwohl ich die ARM-Netbooks spannend finde, sehe ich keinen Grund, mein kleines zu ersetzen. Eher tendiere ich zu einen 11 oder 12 Zoll Display mit einer vertikalen Auflösung von mindestens 768 Pixeln und einer Full-size-Tastatur. Das Display muss natürlich entspiegelt also matt und hell genug für Außeneinsätze sein. Leider gibt es ein solches Netbook noch nicht. Und ein äquivalentes Subnotebook zu einem Preis von mehr als 1.500 Euro ist mir zu teuer.

Netbook KaufberatungDas Samsung X360

Categories: Kaufberatung, Netbook, Ubuntu
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