Skype für Linux – Weiterentwicklung
Ich möchte heute mal meinen Unmut über Skype äußern.
Das Erscheinen der Version 2.0 im letzten Jahr war ein Lichtblick. Endlich eine einfach funktionierende Lösung für Videochats.
Allerdings war damals bereits die technische Basis veraltet. Statt Pulse Audio wurde nur Alsa unterstüzt. Ebenso statt v4l2 nur v4l. Daraus ergeben sich die meisten heutigen Probleme, z.B. grünes Videobild, falscher Audioeingang.
Leider gibt es kaum Alternativen. Empathy mit Google Talk funktioniert zwar inzwischen, wird aber ebenso wie Sip (Ekiga) in meinem Bekanntenkreis nicht verwendet.
Unverständlich ist vollkommen, warum Skype für Linux nicht weiterentwickelt wird. Ließen sich doch die dringensten Probleme schnell beheben. Es gibt nähmlich Skype für MID 1.0 welches Pulse Audio… auf Linux unterstützt. Allerdings ist dieses eine für MIDs angepasste Version, welches beispielsweise keinen Dateitransfer unterstützt.
Statt dessen wird für jede erdenkliche Plattform eine eigene Skype Version entwickelt. Hauptgrund dürfte die Finanznot des defizitären Unternehmens sein. Aber hier zeigt sich der grundlegende Fehler im Geschäftsmodell. Wie will Skype jemals Geld verdienen. Der Client ist werbefrei, für das Telefongeschäft gibt es mit Sip einen starken offenen Standard, Chat ist meist auch von werbefinanzierten Seiten aus auch vom Arbeitsplatz möglich. Dem Vorinstallieren auf Smartphones wird von Telekomseite ein Riegel vorgeschoben.
Fazit
Ein propiretäres Protokoll, hat immer auf Nachteile. Wenn durch Missmanagement und verfehlter Strategie der Support vom Hersteller ausfällt, bleibt der Anwender im Regen stehen. Ein Ausweg kann nur Open Souce sein. Werbefinanzierung ist dabei ebenso möglich.
Ich kann allen empfehlen Google Talk als Alternative auszuprobieren.